Sonntag, 11. Dezember 2016

Tenerifa 2016 - Die Vögel



Montag/Dienstag 14.-15. November

Der Loro-Parque ist ein Erlebnis für sich. Nicht nur ist dieser Vogelpark und Zoo wunderschön gestaltet, man kann sich auch an sämtlichen Stereotypen von  Touristen ergötzen. Man kann sich wunderbar einen ganzen Tag in dem Park verweilen, ohne dass einem Langweilig wird.


Die Rückreise traten wir nicht über die grosse Autobahn an, die sich entlang der halben Insel zieht, sondern über die kleinen Bergstrassen, die sich über die andere Hälfte der Insel ziehen. Mitten drin fand dann das offizielle Navi, es müsse den Geist aufgeben, aber zum Glück gibt es Maps.me. 
Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass da nicht viel mehr war als diese eine Strasse... durch eine atemberaubende Landschaft. 

Am nächsten Morgen zog es uns auf die Insel La Gomera. Das ganze lief dann aber ein bisschen zu spontan ab. Wir hatten keinen wirklichen Reiseführer gelesen und standen schliesslich am Hafen und fragten uns, wie wir nun am besten zu diesem berühmt berüchtigten Wald kämen, in dem es sich so wunderbar Wandert.

Die Touristeninfo war ein kleiner, unbesetzter Schreibtisch in einer grossen, leeren Halle. Keine Broschüren, kein Personal. Nur eine kleine Karte vom Hafengebiet.
Also fragte ich mal Google Maps und laut Google Maps gab es eine grössere Ortschaft namens Vallehermoso, die ziemlich gut angeschlossen schien und mitten im Grünen lag. 

Also in den Bus und los. Dort angekommen war kein Wald weit und breit. Aber schön ausgeschilderte Wanderrouten. Und so entschlossen wir uns, den Camino National 'Cumbre de La Gomera' von Vallehermoso bis Las Hayas. Ist ja nicht so weit... nur 14km.
Was wir allerdings ausser acht liessen, waren die 1000+ Höhenmeter... allesamt Bergauf.

Laut Wander-Karten macht man den Trip normalerweise in die andere Richtung... was vermutlich einmal Hölle und Zurück für die Knie ist... so war es lediglich einmal Hölle und Zurück für meine Kondition. 

Wir fanden den Wald, so im letzten Drittel. Er war wunderschön. Überschattet wurde das Ereignis von der Tatsache, dass wir viel zu spät dran waren und der Bus in Las Hayas ohne uns abgefahren war. Als der süsse Klang von Autos schliesslich an meine Ohren drang und der Wanderweg kurz vor Las Creces die Hauptstrasse an einem Bushäuschen kreuzte, machten wir erst mal eine Pause um zu überlegen, wie wir jetzt weiter verfahren sollten. Die Frage wurde uns Beantwortet... der Bus, den wir verpasst hatten, tuckerte gemütlich auf die Haltestelle zu und lud uns auf, um uns rechtzeitig für die letzte Überfahrt zurück an den Hafen zu bringen. 





Teneriffa 2016 - Südländische Mentalität



Sonntag 13. November 2016

Ein ruhiger Flug, ein ruhiger Check-in, eine ruhige Sicherheitskontrolle. Bis auf die Tatsache, dass ich meine Kamera zu Hause liegen lassen hatte, fingen die Ferien wunderbar an. Umsteigen in Madrit war ein  Zuckerschlecken, weil wir dafür nicht mal das Gate verlassen mussten und uns so ein zweiter Sicherheitscheck erspart blieb. 

In Teneriffa angekommen stellte sich unsere erste Hürde. Wir fanden den Schalter für Avis nicht. Und Avis sollte uns doch unser Auto vermieten. Die nette Dame am allgemeinen Infoschalter verwies und dann an einen Shuttle, der uns an die richtige Stelle bringen sollte. Besagter Shuttle war auch so gut angeschrieben, dass wir ihn nur FAST übersahen. 

Bei Avis angekommen wurden wir von drei fleissigen Mitarbeitern empfangen, von denen irgendwie alle und keiner Arbeitete. Sie schwirrten aufgeregt schnatternd zwischen den Schaltern umher und kümmerten sich halb um Kundschaft, halb um das Problem eines geplatzten Reifens. 

Aber wenn man sich in den Süden begibt, dann nimmt man es gemütlich. Und so blieben wir gelassen, bis wir schliesslich Schlüssel und Navi in der Hand hatten und los fahren konnten.
Direkt nach Los Christianos rein... mit dem Auto. Ich hatte bammel... bis ich dann feststellte, dass der Verkehr auf dieser Insel über alle massen Angenehm ist. 

Unser Apartment Building Costa Mar war ein schnäppchen auf Booking.com gewesen. Dementsprechend waren wir uns nicht sicher, was uns erwarten würde. Die Lobby war unbesetzt, Rollatoren standen an jeder Ecke und die Bar war voller Senioren in knapper Strandkleidung. 
Der Schalter war mit 'Back at 15:00' angeschrieben, also gingen wir in ein nahes Restaurant, etwas anständiges Essen. Und dann endlich konnten wir unser kleines Apartement beziehen. Es war sonnig, sauber, niedlich und hatte einen herrlichen Ausblick auf den Hafen. Wir waren ein bisschen verliebt.