Samstag, 23. Januar 2016

Indienreise 2015/16 - das Ende naht

11. bis 14. Januar (English Version)
Udaipur - Jodhpur - Jaisalmer

Seit Goa hatte sich die Begeisterung für meine Umgebung langsam etwas abgestumpft. Wir hatten die wunderschönen waldigen Hügel hinter uns gelassen und die trostlosen Ebenen richtung Mumbai stimmten mich eher missmutig.


Doch dann erreichten wir Rajastan und steuerten Udaipur an. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang erreichten wir das Hotel und seine wundervolle Dachtherasse, wo sich bereits etwa zwanzig andere Leute vom Run versammelt hatten. Und es war traumhaft.
Ich hatte das Gefühl, in einem Disneyfilm gefangen zu sein. Die Stadt in diesem kitschigen Sonnenuntergang sah aus wie Agrabah aus Aladdin.
Schade hatten wir nicht mehr Zeit, die Stadt zu erkunden. Ich hätte gerne noch so viel mehr Zeit dort verbracht. Doch die Uhr Tickte und wir wollten es noch bis Jodhpur schaffen um dort dann vor dem grossen Endspurt eine Pause einzulegen.

Jodhpur ist eine grosse Stadt, weitaus weniger verträumt, wenn auch durchaus hübsch anzusehen... und das Fort ist definitiv einen Besuch wert. Es waren zwei gute Tage. Wir haben das Fort besucht, gut gegessen, ausgeschlafen... einfach einen ruhigen Tag verbracht.

Ich weiss nicht ob es an der Wüstenluft in Rajastan lag, oder daran, dass wir seit gut zwei Wochen in einem Tuktuk sassen... oder vielleicht einfach daran, dass Mimi das Tuktuk langsam aber sicher auch im Schlaf hätte fahren können. Auf jeden Fall wurde Sie immer wagemutiger. So kam es, dass sie auf dem weg nach Udaipur, auf einem grossen Kiesplatz anfing irre lachend eine Gruppe johlender Schulkinder zu jagend, mit dem Tuktuk. Yves und ich konnten uns nur noch hinten festklammern und beten.
In Jodhpur stürtzte sie sich mit so viel enthusiasmus in den Abendlichen Stossverkehr, dass selbst die Einheimischen vor ihr respekt hatten... ausser der Tuktukfahrer, dessen Tuktuk sie geschrammt hatte, der fands weniger lustig...

Aber letzten endes kamen wir in Jaisalmer an. Es ist eine kleine, geschäftige Stadt. Es gab eine spassige Abschlussparty und langsam aber sicher ging jeder seiner wege. So gegen ein Uhr Morgens beschloss ich dann, dass Schlafen eine gute Idee sei und machte mich auf den Rückweg. Alleine. Durch die Altstadt. Im Nachhinein gesehen muss ich mir eingestehen, dass es wohl nicht die schlauste Idee war, die ich in diesen Ferien hatte, aber es ist nichts passiert. Kuh sei Dank.

Ich schlenderte durch die praktisch verlassenen Strassen auf die Altstadt zu, wo ein Kälbchen mitten auf der Strasse stand und mir entgegenstarrte. Als ich an ihm vorbeiging, drehte es sich um, stupste mich mit dem Kopf an und begann mir zu folgen. Geduldig wartete es jedes mal, wenn ich fluchend versuchte, mich in dem Strassenlabyrinth zurecht zu finden und jedes mal wenn ein Strassenköter dachte, er müsse aggressiv werden, stellte es sich neben mich, starrte den Hund an, bis dieser winselnd das weite suchte. Fazit. Mein Schutzengel ist eine Kuh.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen