Sonntag, 5. Oktober 2014

Schottland 2014 Tag 8 bis 10 - Wir haben Fertig



Das Loch Ness war wie zu erwarten… unruhig. Das Wetter hatte sich über Nacht nicht nennenswert gebessert. Wobei, das ist nicht ganz richtig, es regnete nicht mehr. Aber es war immer noch feucht und kalt und sehr, sehr windig.
Wir schafften es sogar, ein Beweisbild für die Existenz von Nessie zu schiessen. Alles was wir dazu brauchten war ein Bleistift, ein Stück Papier, eine Schere und etwas Honig.

Das Mittagessen bestand aus Leckereien aus dem McDingsbums (ich habe keine Ahnung mehr, wie er hiess), einem Laden mit einer kleinen Delikatess-Auslage. Es gab frisches Brot mit Chili-Honey Chicken, Shirmp Coctail und geräuchertem Lachs.

Zurück bei Caley Cruisers erklärte man uns dann, dass wir das Boot einfach ‚nicht wie ein Saustall‘ zurücklassen sollten. Kein grosses Putzen und polieren. Das kam uns sehr gelegen. So konnten wir den Abend nämlich in einem All-you-can-eat Chinesen verbringen.

Auch haben sie hier auch die Bürozeiten mit denen der Bootsübergabe abgeglichen. Wir mussten also nicht erst drei Stunden warten, bis dann endlich jemand kam, um den Schlüssel entgegen zu nehmen

Da wir allerdings nicht damit gerechnet hatten, dass alles so fix läuft, standen wir dann viel zu früh am Bahnhof und hatten noch vier Stunden, bevor der Zug nach Aberdeen ging. Die Zuggesellschaft  zeigte sich auch wenig kullant und weigerte sich, unsere Tickets auf einen früheren Zug umzubuchen. Naja, wir schnappten uns ein paar Bücher und machten es uns in einem Costa bei Kaffee und Kuchen gemütlich. 

In Aberdeen liessen wir es uns wieder gut gehen. Wir kehrten im Aberdee Douglas Hotel (http://www.aberdeendouglas.com) ein und gönnten uns am Abend Shushi im Yo!.

Den Sonntag verbrachten wir tatsächlich nur mit Shopen. Unter anderem im Forbidden Planet. Ich war artig, ich kaufte keine Bücher, nur Magic Karten und Doctor Who Merchandise. Und am Abend ging es wieder zurück richtung Schweiz.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Schottland 2014 Tag 7 - Swooosh

Langsam aber sicher ging es zurück nach Inverness. In dieser Etappe schafften wir es bis Fort Augustus. Dieses mal sogar HINTER die Schleuse. Wenn auch erst nach einer ausgiebigen Mittagspause.

Während wir so im Boot sassen und unseren Tee tranken fing das Wetter an, ausgesprochen Schottisch zu werden. Was am Morgen mit einer frischen Brise begonnen hatte, wuchs zu einem beeindruckenden Wind heran. Es pfiff und heulte durch jede Ritze im Boot und wenn man mal kurz die Nase ins Freie hielt, wurde man als nicht Highlander beinahe von den Beinen gepustet. Die Zeit vertrieben wir uns mit kurzen Spaziergängen durch Dorf und Umgebung. Da wir jedoch keinerlei Karten hatten, wagten wir uns nicht an grössere Ausflüge. Das junge Pärchen, das immer mal wieder neben uns angelegt hatte, beteuerte jedoch, dass auch es hier ein paar hervorragende Wanderziele gäbe. Unteranderem ein kleines Loch irgendwo in den Hügeln.

Das Dorf hat einige hübsche Läden. Theoretisch wäre da auch noch das Clansmen Center, ein Museum, das zur Zeit jedoch nur ein lausiger Souvenirshop war, ein paar Souvenirshops, die sich nicht einmal die Mühe machten, sich als Museum zu tarnen.
Ausserdem war da eine kleine Glasbläserei, eine Metzgerei und ein kleiner Delikatessenladen. Dort deckten wir uns für den nächsten Tag ein. Wir wollten eine kleine Schlemmerparty auf dem Loch Ness veranstalten.

Einen Kulinarischen Tiefpunkt erreichten wir dann leider im The Mooring. Das Restaurant sah zwar völlig ok aus, serviert bekamen wir dann aber geschmackloses Dönerbuden-Futter.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Schottland 2014 Tag 6 - Dekadenz

In Fort Williams hielt uns nicht viel und so tuckerten wir bald  wieder zurück. Ziel war es, in Invergary zu halten und im Glen Gary Castle Hotel (http://www.glengarry.net) zu Abend zu essen. Wir überschätzten die Strecke und kamen schon gegen zwei Uhr Nachmittags an.

Ein Steg im nirgendwo, direkt neben den Ruinen des alten Castles. Diese sind leider bereits dermassen verwittert, dass der Zugang verboten ist. Oder zumindest ‚auf eigene Gefahr‘. Im Anbetracht des Zustands der Ruinen war diese jedoch beachtlich.

So schossen wir nur ein paar Fotos und wandten uns dann dem Castle Hotel zu. Von aussen sieht es irgendwie aus, wie eine Alters Residenz. Von innen eigentlich auc

h. Alte Englische Möbel, dicke Teppiche, süsse Salon-Tischchen… das ganze Kaliber. Wir gaben eine Tischreservation auf und begaben uns dann auf die Suche nach dem Tankstellen-Shop, der in unserem Prostpekt erwähnt war.

Nach einer kleinen Wanderung dem River Oich entlang, kamen wir dort an und wurden von einer Horde handzahmer Hühner empfangen. Davon abgesehen war da aber nicht viel. Vom Hotel aus selber gibt es verschiedene Fusswege dem Loch Oich entlang oder einfach durch den Wald… man könnte Stundenlang verweilen. Es ist alles so... verwachsen. Es hat etwas traumhaftes. Da wir da draussen alleine unterwegs waren, wirkte das ganze noch viel verträumter.

Ein Abendessen im Glen Gary Castle Hotel ist ein Erlebnis an sich. Bei der Ankunft wurden wir höflich in die Bibliothek gebeten. Dort sassen bereits eine alte Dame mit einem Buch und drei Junge Frauen, die sich gegenseitig beharrlich anschwiegen, während sie in ihre iPhones starrten… gewisse Dinge sind wohl überall gleich. Kurz darauf bekamen wir die Karte, um uns einen Überblick über das heutige Menu zu machen und um Punkt sieben schlug die Dame an der Reception einen Gong, so dass einem der Kopf schwirrte. Die Gäste wurden dann grüppchenweise in den Speisesaal gebeten und die Bestellung wurde aufgenommen. Vorspeise, Suppe, Hauptgang und Dessert. Gediegenes und angenehmes Ambiente. Ein wunderbar leckeres Essen in angenehmen Portionen und exquisitem Wein. Ein wahres Highlight dieser Reise. Ich könnte mir durchaus vorstellen, hier auch mal für ein oder zwei Tage zu verweilen.